Schaumreinigung

 

Die Lagafors Methode
  1. Vorarbeiten/Boden abziehen
  2. Vorspülung
  3. Boden abziehen
  4. Schaum auftragen
  5. Einwirkdauer
  6. Hauptspülung
  7. Desinfizierung
  8. Abschlussspülung

 

  1. Vorarbeiten/Boden abziehen

In dem mit Chemikalien zu reinigendem Raum dürfen sich keine unverpackten Lebensmittel befinden. Dies ist im Lebensmittelgesetz vorgeschrieben. Entfernen Sie beispielsweise Gestelle, Kisten, Wagen und Paletten, die hier nicht gereinigt werden sollen. Wenn die Reinigung auf Flächen erfolgt, die so frei wie möglich sind, wird die weitere Arbeit wesentlich vereinfacht. Feuchtigkeitsempfindliche Produktionsausrüstung wird mit Kunststofffolie abgedeckt. Die Kunststofffolie wird nach abgeschlossener Reinigung entfernt. Kartons und andere Verpackungen, Etiketten und Ähnliches werden am für sie vorgesehenen Platz untergebracht oder vor der Reinigung abgedeckt. Ziehen Sie die Produktreste auf dem Fußboden zusammen und sammeln Sie sie auf.

  1. Vorspülung

Die Vorspülung erfolgt mit einer Vorspüldüse oder einer blauen Düse. Die Wassertemperatur sollte 40 °C nicht übersteigen, da die Proteinreste (Eiweißstoffe) nicht gerinnen (festbrennen) und dadurch die weitere Reinigung erschweren sollen. Die Vorspülung erfolgt nur, um grobe Verunreinigungen zu entfernen und die zu reinigende Fläche aufzulockern.

  1. Boden abziehen

Die jetzt auf dem Boden befindlichen Produktreste u.v.m. werden mithilfe eines kräftigen Gummiabziehers aufgesammelt. Ziehen oder spülen Sie niemals Verunreinigungen in Bodenabläufe oder Ablaufrinnen.

  1. Schäumen

Beim Auftragen von Reinigungsmittel in Schaumform muss der Schaum über eine solche Stabilität (Haftfestigkeit) verfügen, dass er an vertikalen Flächen eine gewisse Zeit haften bleibt. Der Schaum wird mit einer weißen Düse aufgetragen. Tragen Sie den Schaum nicht auf zu großen oder zu vielen Flächen auf einmal auf, da der Schaum dann eintrocknet. Beim Schaumauftragen auf vertikalen Flächen muss der Schaum von unten nach oben aufgetragen werden. Für die Dosierung der Reinigungsmittel müssen die geltenden Vorschriften befolgt werden. Eine Überdosierung erleichtert die Reinigungsarbeit nicht, sondern kann häufig zu direkt negativen Effekten führen.

  1. Einwirkdauer

Während der Einwirkdauer wird der Schmutz verkapselt und eingeseift.

  1. Hauptspülung

Vertikale Flächen müssen von oben nach unten abgespült werden. Beim Abspülen mit erhöhtem Druck muss der Abstand zwischen Düse und Reinigungsobjekt relativ kurz sein (ca. 30 cm). Der Einfallwinkel des Wasserstrahls zum Reinigungsobjekt muss zwischen 45° und 90° betragen. Das Abspülen erfolgt mit einer blauen Düse (lang oder kurz). Die Wassertemperatur wird an die chemische Zusammensetzung der Verunreinigung und das verwendete Reinigungsmittel angepasst. Die Wassertemperatur beträgt normalerweise 50–60 °C. Das Abspülen sollte innerhalb einer Stunde nach dem Auftragen des Schaums abgeschlossen sein, damit der Schaum nicht eintrocknet und keine Beläge zurücklässt.

  1. Desinfektion

Die Desinfektion soll mit der gelben Düse erfolgen, wenn eine klare Flüssigkeit aufgetragen wird, oder mit einer weißen Düse, wenn sie als Schaum aufgetragen wird. Bei der Desinfektion ist es besonders wichtig, dass die Dosierung den geltenden Vorschriften entspricht. Normalerweise erfolgt die Desinfektion nur auf Flächen, die mit offenen Produkten in Kontakt kommen können.

  1. Abschlussspülung

Die gesetzlichen Bestimmungen schreiben vor, dass das Desinfektionsmittel vor Start der Produktion abgespült werden muss. Das Abspülen erfolgt mit einer Vorspüldüse oder einer blauen Düse.

Bitte beachten Sie, dass:

  • die Reinigungsausrüstung mit dem gleichen Verfahren wie die übrige Ausrüstung gereinigt werden muss.
  • Pflege und Wartung der Reinigungsausrüstung entsprechend der Empfehlungen von Lagafors erfolgen müssen.
  • gereinigte Produktionsausrüstung nicht mit gewöhnlichen Lappen oder Gummiabziehern abgetrocknet werden darf.

Reinigung mit optimierten Parametern

Chemikalien

Alkalische Reinigungsmittel – mit einem hohen pH-Wert wirken gegen Fett und Proteinreste.

Saure Reinigungsmittel – haben einen niedrigen pH-Wert und wirken u.a. Gegen Beläge aus Kalk, Oxiden und Rost.

Desinfektionsmittel – können sowohl ein alkalisches als auch ein saures Produkt sein und wirken auf nach der Reinigung noch vorhandene Mikroorganismen abtötend.

Achtung! Sie ersetzen keine schlechte Reinigung.

Kombinierte Reinigungs- und Desinfektionsmittel – verfügen über eine gewisse abtötende Wirkung auf Mikroorganismen, bieten aber nicht die gleiche Wirkung wie ein separates Desinfektionsmittel.

Temperatur

Beim Vorspülen muss die Wassertemperatur normalerweise ca. 40 °C und beim Abspülen ca. 55 °C betragen. Dies erreichen wir durch eine spezielle Vorspüldüse, welche die Temperatur beim Vorspülen absenkt. Zu hohe Temperaturen können zum Festbrennen führen und verursachen unnötige Kosten. Zu niedrige Temperaturen führen zu längeren Reinigungszeiten und lassen Fett nicht schmelzen.

Energie

Um die mechanische Wirkung der Bürste zu ersetzen, kann der Wasserdruck entsprechend folgender Tabelle erhöht werden.

5 bar – 50 Liter/min

20 bar – 30 Liter/min

40 bar – 22 Liter/min

80 bar – 18 Liter/min

Außerdem führen frequenzgesteuerte Pumpen zu einem energieeinsparenden Effekt.

Zeit

Die Zeit ist bei der äußeren Reinigung mit ca. 50 % der größte Kostenfaktor. Wenn die Kosten für die Zeit verringert werden sollen, wird durch Erhöhung der Wassermenge, der Chemikaliendosierung oder der Temperatur nichts gewonnen. Die Kosten werden nur umverteilt. Zur Verringerung der erforderlichen Arbeitsstunden ist eine Automatisierung des Reinigungsprozesses sehr effektiv. Ein anderes Verfahren zur Verringerung der Arbeitsstunden ist die Installation von Spülmaschinen für z. B. Schneidebretter, Wannenwagen und Kisten.